E-Mobilität: Trends und Förderungen

geschrieben am

2021-04-27

Trotz Corona-Krise erfährt die E-Mobilitätsbranche einen Aufschwung. Seit letztem Jahr wachsen die Verkäufe von Elektroautos stark. Vergleicht man die Verkaufszahlen  mit September 2019, also vor der Pandemie, wurden in nur einem Jahr 260,3 Prozent mehr E-Autos zugelassen. Auslöser dafür ist zum einen das steigende Umweltbewusstsein, aber auch die Erhöhung des Förderbetrags beim Kauf eines Autos mit alternativen Antrieb. Dieser wurde beim Kauf eines Elektroautos im Rahmen des Corona-Konjunkturpaketes von maximal 6.000 Euro auf bis zu 9.000 Euro Zusatzzahlung erhöht. Die Frist dafür läuft vorläufig bis Ende 2021. Zudem wurde der von der Bundesregierung eingeführte „Umweltbonus“ bis 2025 verlängert. Ziel ist es, dass in Deutschland bis zum Jahr 2030 sechs Millionen Elektroautos zugelassen und gefahren werden.


Elektroauto lohnt sich auch für gewerbliche Käufer


Elektroautos lohnen sich nicht nur als Privatnutzer, sondern auch für Unternehmen. Kleinere Gewerbe und Flottenbetreiber können ebenfalls von der Förderung des „Umweltbonus“ profitieren. Zudem werden Elektroautos als Dienstwagen immer attraktiver. Beispielsweise durch die steuerlichen Vorteile, wie zum einen bei der Privatnutzung eines E-Firmenwagen oder auch bei der vorübergehend ausbleibenden Kfz-Steuer, die bis Ende des Jahres 2030 entfällt. Weitere Fördermöglichkeiten für Unternehmen werden zudem durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), durch einige Kommunen und Städte oder das KfW-Umweltprogramm angeboten. Letztere unterstützen beispielsweise bei dem Erwerb von Elektroautos oder der Einführung einer Ladeinfrastruktur.

Ladesäulen mit ladenden Autos am Straßenrand


Ausbau der Ladeinfrastruktur


Durch den starken Zuwachs an Elektroautos ist es nur selbstverständlich, dass die Lademöglichkeiten ebenfalls ausgebaut werden müssen. So stehen zum Beispiel viele Unternehmen im Einzelhandel vor dem Problem, dass die bereits begrenzten Ladestationen entweder ständig besetzt oder von E-Fahrern benutzt werden, die keine Kunden sind. Daher hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit dem Förderprogramm „Ladeinfrastruktur vor Ort“  300 Millionen Euro bereitgestellt und will bis zu 80 Prozent der Investitionskosten übernehmen. Neben dem Einzelhandel und KMUs sollen auch Hotel- und Gastgewerbe davon profitieren.

Johannes Pallasch, Leiter Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur :
„Das neue Förderprogramm unterstreicht die Bedeutung des kommunalen Umfelds und der KMUs beim Aufbau eines flächendeckenden und nutzungsfreundlichen Gesamtsystems. Kommunale sowie kleine und mittelständische Unternehmen kennen die lokalen Bedarfe und sind wichtig für die Akzeptanz von Elektromobilität vor Ort.“


Aufbau von Ladeinfrastruktur professionell angehen


Bevor man mit dem Aufbau einer adäquaten Ladeinfrastruktur loslegt, gilt es den grundsätzlichen Bedarf zu ermitteln und dabei auch bereits den künftigen Ausbau strategisch zu berücksichtigen. Falsche Entscheidungen könnten teuer werden, zum Beispiel wenn eine zu klein geplante Installation aufwändig nachgerüstet werden muss oder ausgewählte Ladestationen nicht auf weitere Entwicklungen (z.B. Plug&Charge) updatebar sind. 
Auch intelligente Zugangs- und Abrechnungssysteme unterstützen den wirtschaftlichen Betrieb der Ladeinfrastruktur in Unternehmen und bieten zudem vielfältige Analyse- und Abrechnungsmöglichkeiten, etwa wenn das Laden von Privat-, Dienst- und Kundenfahrzeugen unterschiedlich verrechnet und bilanziert werden soll.
Bei allen Themen rund um smarte Lade- und Energiemanagementlösungen für E-Flotten wenden Sie sich an unser Expertenteam, das Sie gerne berät.

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