Unternehmen stehen heute vor einer doppelten Herausforderung. Sie müssen ihre Energieversorgung dekarbonisieren und elektrifizieren, während die Stromkosten weiter steigen. Viele Betriebe setzen bereits auf Photovoltaik und Batteriespeicher, um ihren Eigenverbrauch zu erhöhen und Lastspitzen zu reduzieren. coneva FLEX geht darüber hinaus: Das System kombiniert dynamische Stromtarife mit der atypischen Netznutzung nach §19 StromNEV und nutzt dadurch zwei Einsparmechanismen gleichzeitig.
Intelligentes Energiemanagement mit Multi-Use-Optimierung
coneva FLEX steuert Batteriespeicher, Ladeinfrastruktur und PV-Anlagen dynamisch mit dem Ziel, die Energiekosten eines Standorts ganzheitlich zu senken.
Der Multi-Use -Ansatz verbindet drei Optimierungsebenen:
- Eigenverbrauchsoptimierung: lokal erzeugten Strom nutzen, statt ihn einzuspeisen.
- Atypische Netznutzung als Sonderform des Peak Load Shaving: Leistungsspitzen vermeiden, um Netzentgelte zu senken.
- Strompreisbasierte Optimierung: Energie dann beziehen, wenn der Marktpreis niedrig ist.
So wird jede Kilowattstunde dort eingesetzt oder gespeichert, wo sie den größten wirtschaftlichen Nutzen erzielt.
Atypische Netznutzung trifft Preissteuerung
Die atypische Netznutzung nach § 19 Abs. 2 S. 1 StromNEV ist eine spezielle Form des Peak Load Shaving. Diese ermöglicht Unternehmen, ihre Netzentgelte deutlich zu senken, wenn sie ihre Lastspitzen gezielt außerhalb der Hochlastzeitfenster (HLZ) verlagern. Diese Zeiträume werden jährlich von den Netzbetreibern festgelegt und kennzeichnen die Stunden höchster Netzauslastung.
Mehr dazu im Grundlagenartikel: Atypische Netznutzung
Mit coneva FLEX läuft diese Steuerung vollautomatisch. Das System kennt anstehende HLZ, nutzt Verbrauchsprognosen und Batteriekapazität, um die Last während dieser Phasen gezielt zu begrenzen.
In der Praxis:
- Innerhalb der HLZ reduziert coneva FLEX die Last auf den niedrigstmöglichen Wert. Die Batterie wird so gesteuert, dass sie die Lastspitze abfängt und die HLZ-Leistung deutlich unter die Jahreshöchstlast senkt.
- Außerhalb der HLZ optimiertconeva FLEX den Energiebezug preisgesteuert, kauft Strom bei niedrigen Marktpreisen und speichert überschüssige Energie im Batteriesystem. BILD mit Diagramm
Das Ergebnis: Während der Hochlastzeiten sinken die Leistungspreise, außerhalb dieser Zeiten die Energiekosten durch flexible Beschaffung.

Automatisierte Steuerung durch Prognose und Datenintegration
coneva FLEX verbindet Marktdaten, Verbrauchs- und Erzeugungsprognosen und Batteriestrategien in einem lernenden System. Jede Viertelstunde wird neu bewertet und optimiert. Grundlage dafür sind:
- Veröffentlichte Hochlastzeitfenster des Netzbetreibers
- Strompreissignale aus Day-Ahead- und Intraday-Märkten
- Standortspezifische Verbrauchs- und PV Prognosen
- Aktuelle Ladezustände des Batteriespeichers
Diese Datenbasis ermöglicht präzise Steuerungsentscheidungen auf 15 Minuten Basis, ob zur Vermeidung von Lastspitzen oder zur Nutzung günstiger günstiger Börsenstrompreise.
Wirtschaftlicher Effekt: Zwei Einsparmechanismen in einem System
Durch die Kombination aus atypischer Netznutzung und dynamischer Preissteuerung ergeben sich doppelte Einsparpotenziale:
| Einsparhebel | Wirkung |
| Atypische Netznutzung (§ 19 StromNEV) | Reduziert den Leistungspreis durch gezielte Lastverlagerung aus den HLZ |
| Dynamische Stromtarife | Senken den Energiepreis durch Nutzung günstiger Börsenstromzeiten |
Beispiel:
Ein Standort mit 2.000 kW Anschlussleistung kann durch atypische Netznutzung jährlich 50.000 – 70.000 Euro an Netzentgelten sparen, zusätzlich zu 15 bis 20 Prozent niedrigeren Energiekosten durch die Optimierung auf dynamische Tarife.
Zukunftssicher: Flexibilität als Marktchance
Mit zunehmendem Anteil volatiler Erzeugung aus Wind und Sonne wird Flexibilität zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor. Unternehmen, die ihre Energieflüsse aktiv steuern, senken nicht nur ihre Kosten, sondern erschließen neue Marktmechanismen, etwa durch dynamische Netzentgelte oder flexible Vermarktungsmodelle.
coneva FLEX schafft die technische Grundlage, um in diesem Umfeld automatisiert, wirtschaftlich und netzdienlich zu agieren.
Fazit
Die Kombination aus atypischer Netznutzung und dynamischen Stromtarifen ist der nächste Schritt zu einem intelligenten, zukunftsfähigen Energiemanagement.
coneva FLEX vereint beides: Das System erkennt Hochlastzeitfenster, steuert den Batteriespeicher gezielt zur Spitzenlastkappung und nutzt außerhalb dieser Zeiten günstige Marktpreise.
Das Ergebnis ist klar: geringere Leistungspreise, niedrigere Energiekosten, höhere Effizienz.
Günstig Strom einkaufen und Leistungspreis senken mit coneva FLEX.
